
Öl auf Leinwand
80x100 cm
Spiegelbild I
Am Anfang wird die Selbstwahrnehmung unterstützt
Von primitiven und erkennbaren Formen.
Die Farben sind unreif, natürlich, naiv und grell.
Sie schützt sich unsicher vor Überforderung und
Blendet sich die Augen durch Ungewöhnliches,
Verankert sich an der Oberfläche des Widerscheins,
Sucht in der Selbstspiegelung das eigene Spiegelbild
In einer befriedigenden Menge, die sie braucht.
Der nach einem Selbst Durstige
Fragt sich neugierig und nachdenklich:
Wer bin ich? Was will ich?
Was liegt in mir und außer mir?
Wo sind meine eigenen Grenzen?
Wohin geht meine Entdeckungsreise?
Wo ist die Nähe zu mir?
Die ständige Suche endet nicht.
Das Geheimnis vom Ungewissen und stumme Geschichten
Drängen nach Entzifferung und Antwort.
Realität und Illusion sind grenzenlos vermischt
Das Spiegelbild hilft ihm zu reflektieren,
Läßt ihn aufmerksam sich selbst beobachten,
Spiegelt das Selbst durch vielfältige Dinge,
Selbsterkenntnis wird in diesem Sinn geboren,
Die Selbstbehauptung krabbelt in Gedanken,
Die Eigentümlichkeit will Klarheit und Glanz erregen.
Der eigene Schimmer wird bewußter,
Wie Tau, der den Morgen bedeckt.
Die Erde nimmt diese Wunder dankbar an.